Perfektionismus: Wie du deinen inneren Antreiber entschärfst und endlich entspannter wirst

Mehr Input gibt es regelmäßig auf meinen Social Media Kanälen:

LinkedIn   Instagram   Instagram   

Perfektionismus ist einer der größten Stressfaktoren für viele Working Moms.

Er kostet Zeit, Energie – und oft auch Lebensfreude. In diesem Artikel erfährst du, woher dein perfektionistisches Verhalten kommt, warum es dich so unter Druck setzt und wie du mit einfachen Schritten einen entspannteren Umgang damit findest.

Was ist Perfektionismus – und warum betrifft er so viele?

Perfektionismus bedeutet, immer alles besonders genau, besonders richtig, besonders fehlerfrei machen zu wollen. Das kann sich in beruflichen Aufgaben zeigen – aber auch im Haushalt, im Umgang mit den Kindern oder im ganz normalen Alltag.

Das Problem: Perfektionismus zielt selten auf das realistisch Machbare – sondern auf eine idealisierte Vorstellung von „perfekt“.

Der Druck dahinter entsteht oft durch einen tief verankerten Glaubenssatz:
„Ich muss perfekt sein.“

Woher kommt Perfektionismus?

Viele dieser Glaubenssätze entstehen in der Kindheit. Sätze wie:

  • „Mach das ordentlich.“
  • „Da ist ein Fehler – das geht besser.“
  • „Nicht über den Rand malen!“

…prägen uns früh und erzeugen das Gefühl: Nur wenn ich perfekt bin, bin ich richtig.

Auch Dunja teilt hier offen ihre persönliche Geschichte mit einer perfektionistisch geprägten Erziehung – und zeigt:
Du bist damit nicht allein.

Warum Perfektionismus auch gute Seiten hat

Bevor wir ihn verteufeln: Perfektionismus hat auch positive Aspekte. Er sorgt dafür, dass wir:

  • gründlich arbeiten,
  • Fehler vermeiden,
  • Verantwortung übernehmen.

Gerade in Berufen, in denen Genauigkeit zählt, ist das ein Vorteil. Doch Perfektionismus wird dann zum Problem, wenn:

  • du viel zu viel Zeit in kleine Details investierst,
  • du Aufgaben zigmal kontrollierst,
  • du dich ständig selbst kritisierst.

Kurz gesagt:
Wenn dein Perfektionismus dich ausbremst – und nicht unterstützt.

5 konkrete Schritte, wie du deinen Perfektionismus entschärfst

  1. Selbstreflexion: Wo stehst du auf der Perfektionismus-Skala?

Bewerte dich auf einer Skala von 0 (neutral) bis 10 (extrem perfektionistisch). Wo stehst du? Und wo möchtest du langfristig hin?

  1. Finde deinen prägenden Glaubenssatz

Welcher Satz aus deiner Kindheit begleitet dich noch heute? Zum Beispiel:
„Ich darf keine Fehler machen.“
Formuliere diesen um in einen Erlaubnis-Satz wie:
📝 „Ich darf auch mal Fehler machen.“ oder „Nobody is perfect.“

Tipp: Schreib dir deinen Satz auf ein Post-it und hänge ihn sichtbar auf!

  1. Arbeite mit Zeitlimits

Setze dir feste Zeitfenster für Aufgaben, um dich nicht in Details zu verlieren. Beispiel: „Ich schreibe diese E-Mail in 20 Minuten – und dann ist sie fertig.“

  1. Kommuniziere Erwartungen klar

Frag z. B. deinen Vorgesetzten konkret, was erwartet wird. So vermeidest du, viel zu viel Aufwand in Dinge zu stecken, die gar nicht nötig sind.

  1. Fokussiere dich auf 100 % – nicht auf 150 %

Erinnere dich an die Pareto-Regel: Oft reichen 80 % für ein gutes Ergebnis. Du musst nicht jedes Detail perfektionieren.

Bonus-Tipp: Vergleiche dich nicht!

Gerade auf Social Media scheint alles perfekt. Aber du siehst nur das Außen.
Vergleiche dich nicht mit der vermeintlich perfekten Working Mom auf Instagram – du kennst ihre Herausforderungen nicht.

Fazit: Lieber unperfekt, aber glücklich

Perfektionismus ist kein Fluch – aber auch kein Muss.
Wenn du merkst, dass dein innerer Antreiber dich eher stresst als stärkt, darfst du lernen loszulassen. Schritt für Schritt. Mit mehr Selbstmitgefühl. Und mit dem Gedanken:

„Fünf gerade sein lassen – ist auch eine Form von Stärke.“