Einer der größten Zeitfresser im Büro ist die Ablenkung und die fehlende Fokussierung auf ein Thema. Vielleicht kennst Du das auch: Du bearbeitest gerade eine Aufgabe und Dein Blick schweift auf eine Unterlage, die neben Deiner Tastatur liegt, die mit Deiner aktuellen Aufgabe nichts zu tun hast. Du siehst sie und sofort kommen Dir Gedanken wie: „Ach, das muss ich ja auch noch machen. Was genau war da die Fragestellung? Oh es geht um xy. Das habe ich doch letzte Woche erst beantwortet, ich schau gleich mal nach…“ Und schon dreht sich das Gedankenkarussell weg von Deiner Aufgabe, die Du eigentlich bearbeiten wolltest. 

Bist Du ein Volltischler oder Leertischler?

Wie sieht Dein Schreibtisch derzeit aus? Gehörst Du eher zu den sogenannten Volltischlern (also liegt bei Dir auf dem Tisch auch immer viel „Zeugs“) oder bist Du eher ein sogenannter Leertischler (und ist Dein Tisch immer „clean“)? Ich selbst bin wohl eine Art „Mischform“. Wenn ich viel Stress, viele Termine und Seminare habe, dann komme ich oft nur in mein Büro um Dokumente und Unterlagen abzulegen und neue mitzunehmen. Gerade heute morgen war ich mal wieder seit längerem im Büro und wurde mit stapelweise Arbeit erwartet. Was mir dann hilft, ist, erst einmal klar Schiff zu machen. 

Darum hilft Dir ein Clean Desk bei Deiner Produktivität

Unser Gehirn reagiert auf Reize und lässt sich somit schnell ablenken. Sobald unsere Blicke auf Dokumente schweifen, fangen wir an zu denken und wir verlieren den Fokus. Sie werden abgelenkt und die Konzentration sinkt. Ein Clean Desk hilft Dir dabei, Dich auf das To-do zu konzentrieren, was du gerade vor Dir hast. Du schaust dann nicht mehr ständig auf das Körbchen mit dem Stapel Arbeit, was Du noch erledigen musst. 

Teile die Unterlagen und Gebrauchsgegenstände auf Deinem Schreibtisch in 3 Kategorien

  • Dinge, die Du mehrmals täglich benötigst, wie zum Beispiel Locher, Stifte, Blöcke etc. solltest Du im Griffbereich unterbringen. Ich habe diese Dinge alle in meiner obersten Schreibtischschublade.
  • Unterlagen und Gegenstände, die Du nur einmal täglich benötigst, wie zum Beispiel Papier für den Drucker oder der Ordner, in dem Du noch papierhafte Unterlagen ablegst, solltest Du im Schrank verstauen, den Du schnell erreichen kannst. Ich habe hinter mir einen Schrank, in dem ich meine Dokumente in Ordnern stehen habe, sofern sie (noch) nicht digitalisiert werden.
  • Alle unwichtigen doppelten, veralteten und nicht benötigten Unterlagen solltest Du aussortieren.

Arbeite mit dem Only-one-Document-Prinzip

  • Auf Deinem Schreibtisch sollte sonst nichts liegen, außer die Unterlagen, die du für die Aufgabe benötigst, die Du gerade ausführst.
  • Solltest Du Ablagekörbchen nutzen, dann stelle sie am besten außer Sichtweite. Also idealerweise nicht auf Deinen Schreibtisch, sondern lieber auf das Sideboard neben oder hinter Dich, oder noch besser: In den Schrank!
  • Wenn Du eine Aufgabe abgeschlossen hast, räume alles sofort weg, was mit dieser Aufgabe zu tun hat.

Auch wenn sich bei mir hin und wieder die Stapel auf meinem Schreibtisch angesammelt haben, arbeite ich doch viel besser an einem aufgeräumten Arbeitsplatz. Sobald der unnötige Ballast außer Sichtweite ist, kann ich mich viel besser konzentrieren und effizienter Arbeiten, weil meine Gedanken nicht ständig woander sind. 

Solltest Du auch Volltischler sein, dann starte doch heute mal mit einem Clean Desk und berichte mir, was sich verändert hat.

Ich wünsche Dir viel Erfolg dabei!

Dunja Schenk hat 4,89 von 5 Sternen | 72 Bewertungen auf ProvenExpert.com