Kaum zu glauben, wie schnell die Zeit rennt. Tatsächlich ist das erste Halbjahr schon wieder vorbei. Wie sieht es aus mit Deinen Jahreszielen? Hast Du 50% Deines Ziels auch schon erreicht? Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt für ein Zwischenfazit. Wo stehst Du? Sicher hast Du mehr als nur ein Jahresziel.

Schau Dir jedes einzelne genau an und ziehe jetzt eine Halbjahresbilanz

Variante 1: Du hast Dein Ziel bereits erreicht

Wenn Du Dein Ziel bereits erreicht hast: Glückwunsch! Natürlich kommt es vor, dass man auch mal schneller ist als geplant. Möglicherweise hast Du auch ein Jahresziel so geplant, dass Du es in den ersten Monaten schaffen musst, weil es später nicht mehr möglich ist. Doch wenn es ein ganz normales Jahresziel war, was eigentlich für die Laufzeit von 12 Monaten gedacht war, frag Dich doch einmal, ob Du das Ziel vielleicht zu niedrig gesteckt hast. Manche Menschen setzen sich eher niedrigere Ziele, weil sie Angst vor der Enttäuschung haben, wenn sie es nicht schaffen. In diesem Fall kannst Du das Ziel noch anpassen. Schiebe den Maßstab einfach weiter nach oben, so dass Du weiter machst und am Ende noch mehr davon schaffst.

Variante 2: Du bist voll „on track“

Der Optimalfall: Du hast Deines Jahresziels nach 6 Monaten genau zur Hälfte geschafft! Wow! Glückwunsch! Du bist komplett auf Zielkurs und machst alles richtig. Jetzt ist es wichtig, dran zu bleiben und auch in der zweiten Jahreshälfte nicht locker zu lassen. Sei stolz auf Dich und blicke zurück auf die letzten 6 Monate: Was fiel Dir leicht? Was waren die Schwierigkeiten? Und noch wichtiger: Wie hast Du Dich bei Schwierigkeiten dennoch motivieren können, weiter zu machen? Diese Erkenntnisse helfen Dir, auch in Zukunft die Herausforderungen auf dem Weg zu Deinem Ziel zu meistern.

Variante 3: Du hängst in der Zielerreichung hinterher

Das erste Halbjahr ist schon vorbei und Deine Zielerreichung liegt vielleicht erst bei 25%? Lass den Kopf jetzt nicht hängen. Klopfe Dir auf die Schulter und lobe Dich für das, was Du bisher erreicht hast. Es ist schließlich nicht nichts. Du hast angefangen und bist dran. Wichtig ist nun, nicht aufzugeben. Das Jahr ist noch sehr lange. Du hast noch 6 Monate Zeit, alles aufzuholen. Mach Dir jetzt einen neuen Plan und überlege Dir, wie Du die verbleibenden 75% in den 6 Monaten schaffen kannst. Deine monatlichen und wöchentlichen To-dos werden sich nun erhöhen. Visualisiere immer das Endziel und mach Dir bewusst, wo Du hin willst. Bleib auf jeden Fall dran. Noch ist es zu früh, das Endziel nach unten zu korrigieren.

Variante 4: Du hast noch gar nicht angefangen

Zugegeben, das ist der worst case. Wenn Du noch gar nicht gestartet bist, gibt es möglicherweise Gründe dafür. Welche sind das? Ist das Ziel noch aktuell? Ist das Ziel das richtige oder bist Du Dir über Dein „Warum“ gar nicht im Klaren? Oder ist es vielleicht zu hoch gesteckt? Analysiere einmal, was dahinter steckt und passe das Ziel ggf. an. Es kann sein, dass sich das ein oder andere Ziel im Laufe des Jahres von selbst erledigt. Es kann auch sein, dass Du vielleicht noch gar nicht bereit bist, das Ziel zu erreichen. Mach Dir auf jeden Fall Gedanken darüber, warum Du es noch nicht angegangen bist und ändere etwas daran.

So sieht es bei mir aus

Ich habe natürlich selbst auch einige Jahresziele, die ich mir gesetzt habe, sowohl privat als auch beruflich. Und fast alle Ziele bewegen sich bei mir zwischen den Varianten 2 und 3. Ganz erreicht habe ich noch kein Ziel – das liegt vor allem daran, dass ich mir tendenziell eher zu hohe als zu niedrige Ziele stecke. Bei den meisten Zielen bewege ich mich realtiv gut „on track“.

Doch auch ich habe natürlich Ziele, bei denen ich noch nicht bei 50% bin!

Das ist zum Beispiel im privaten Bereich mein Laufziel. Ich habe ja Anfang des Jahres offen kommuniziert, dass ich in diesem Jahr gerne 500 Laufkilometer sammeln möchte. Ich habe also keinen Tracker, der all meine Schritte im Alltag sammelt, sondern ich möchte rein mit dem Joggen die 500km-Marke in diesem Jahr knacken. Das ist kein leichtes Ziel für mich, da ich mich schon immer wieder sehr motivieren muss, laufen zu gehen. Zudem gibt es auch immer wieder Wochen, wo es bei mir gar nicht passt.

Ich habe Dir als Beitragsbild einen Screenhot meiner Lauf-App gemacht. Dort siehst Du, wie erfolgreich (oder auch nicht) ich bisher war. Im Februar war ich zum Beispiel sehr oft Skifahren und konnte mich nicht noch zusätzlich motivieren, Laufen zu gehen. Skifahren ist zwar auch Sport, aber mein Kilometerzähler ist nahezu stehen geblieben in diesen Monat. Hinzu kam eine starke Pollenallergie, die mich im März und April ein wenig ausgebremst hat. Tja und im Mai war ich so frustiert, dass ich immer nur hinterherhinke, dass ich fast gar nicht laufen war. Ja, das passiert mir auch, obwohl ich weiß, wie es besser geht. Ich bin eben auch nur ein Mensch und nicht perfekt.

Wichtig ist: Ich gebe nicht auf!

Auch wenn der Re-Start im Juni ganz schön schwer war, weil ich nun sehr viel aufholen muss, lasse ich mich dadurch nicht entmutigen. Viele Menschen geben schon relativ am Anfang auf, wenn sie merken, dass der Fortschritt nicht so schnell geht, wie geplant. Doch so erreicht man keine Ziele. Ich mache weiter und glaube daran, dass ich es immer noch schaffen kann. Keine Ahnung, wie realistisch das ist, aber ich finde es jetzt noch viel zu früh, mein Ziel anzupassen oder gar aufzugeben.

Also bleib auch Du dran!

Packen wir es an! Das zweite Halbjahr läuft. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg beim Erreichen Deiner Jahresziele! 

Schreib mir gerne und berichte einmal über Deine Halbjahresbilanz!

Dunja Schenk hat 4,89 von 5 Sternen | 82 Bewertungen auf ProvenExpert.com